Montag, 18. Juni 2012

Hitze und Workshops und Kabarett – haha!


Es ist unglaublich warm in Sofia. Na gut, so schlimm wäre es ja gar nicht, von den Temperaturen her, aber in der Stadt ist der Sommer immer noch schlimmer als auf dem Dorf (finde ich). Dank des Wetters habe ich Kopfschmerzen, aber dafür keine Motivation, irgendetwas zu tun.

Am Dienstag haben wir einen Workshop in Stara Zagora durchgeführt (wo es irgendwie noch heißer war als in Sofia), und zwar von 17:50 bis 19:20 Uhr – so ist das hier mit dem Zwei-Schichten-System in der Schule. Dabei waren diesmal nur deutsche Teamer: Zwei Freiwilligendienstler, eine Sprachassistentin und deren Freundin, die auch Sprachassistentin ist (aber in Cluj, Rumänien). Das war ziemlich witzig mit allen. Und die Nacht habe ich dann bei den Eltern unserer einen Freiwilligen geschlafen, die waren auch sehr nett. Am nächsten Tag bin ich dann nachmittags zurück nach Sofia gefahren, nachdem ich noch mit den ganzen Freiwilligen Zeit verbracht und Mittag gegessen habe. Ich hab unterwegs die ganze Zeit geschlafen, und auch, als ich dann zu Hause war, war ich noch ziemlich erschöpft. Ich habe mal nachgerechnet:

4 Tage mit drei anderen Freiwilligen in Thessaloniki (Urlaub)
7 Tage Besuch aus Deutschland (und dreieinhalb davon waren in Istanbul)
3 Tage Pause
4 Tage in Varna (Workshops und Freunde besuchen)
1 Tag Besuch aus Varna (zum Reisepass ausstellen lassen)
2 Tage in Stara Zagora (Workshops)

Okay, eigentlich sollte das ja mein Job sein, durch Bulgarien zu reisen und so weiter, aber kaputt war ich nach all dem trotzdem. Ich habe also erst mal gechillt und bin dann zur Adlerbrücke gegangen, um Fußball auf dem Bildschirm dort zu schauen (Deutschland – Niederlande). Nach der ersten Halbzeit bin ich aber gegangen, um mit meinem Kollegen und seiner Schwester und seiner Mitbewohnerin abzuhängen. Seine Wohnung ist jetzt schon etwas sauberer, aber die Küche ist immer noch... überholungsbedürftig. Aber sie hat schon einen Namen.

Am Donnerstag war ich erstmal bei einer Buchvorstellung (eine Freundin von mir hat ein Buch geschrieben!) und bei der Abschiedsparty einer anderen Freundin -- auf dem Dach.



Seit letztem Jahr wurde schon der Kabarettauftritt von Andreas Rebers in Sofia von der Deutschen Botschaft total gehypet. Dafür war es, um ehrlich zu sein, ziemlich enttäuschend. Meine Art von Humor war es jedenfalls nicht. Zwischendurch gab es eine Pause, und danach kam ich mir wirklich nur noch vor wie ein kleines Kind in der Oper, „Sind wir bald fertig? Können wir nach Hause gehen?“ Es war auch richtig warm dort drinnen. Vielleicht ist die Klimaanlage ausgefallen. Nachher sind wir aber noch was trinken gegangen, das war auch noch ganz nett.

Am Samstag haben wir im YFU-Büro eine Art Mini-VBT veranstaltet, mit genau einer Schülerin (sie war bei der eigentlichen VBT krank). Nachher war ich noch im Park (ich liebe Sofia einfach)...


... und dann bei diesem Protest an der Adlerbrücke („Rettet die Wälder!“). Es war sehr interessant und ist ja auch eine gute Sache, aber mir kam es so vor, als würden da alle möglichen und unmöglichen Gruppierungen aufs Trittbrett springen – links, rechts, Mitte, oben, unten... Andererseits ist es ja auch gut, dass so viele verschiedenen Menschen für diesen gemeinsamen Grund zusammen kommen. Jedenfalls habe ich noch nie so viele verrückte Haarschnitte und -färbungen an einem Ort gesehen, vor allem bei den Männern (lang, kurz, Vokuhila, rasiert u. v. m.).


Und Pferde gab es!


Für den Tag hatten wir eigentlich auch ein gemeinsames Fußballgucken im YFU-Büro geplant, aber... niemand ist gekommen. Fies. Na ja, nächsten Monat denken wir uns etwas Attraktiveres aus.

Sonntag war – endlich mal – Gammeln angesagt. Ich bin kurz zum Einkaufen aus dem Haus gegangen, aber sonst habe ich nur zu Hause und auf dem Balkon gechillt. Das Spiel habe ich abends online und auf dem Balkon geschaut. Das war so richtig dekadent – mit Decke und Liegestuhl und einem Glas Orangensaft.

Eine kühle Woche wünscht euch
Kathi

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