Montag, 20. Februar 2012

Neue und alte Freunde


Diese Woche habe ich ein paar sozialere Dinge gemacht, als nur zu Hause zu sitzen und fernzusehen (auf den zwei Kanälen ist das sowieso nicht besonders unterhaltsam).

Am Dienstag war ja bekanntermaßen Valentinstag und das Französische Institut hat deswegen einen Film gezeigt, „Les Chansons d'Amour“. Es war eine sehr interessante Erfahrung, einen Film auf Französisch mit bulgarischen Untertiteln zu sehen... vor allem, da ich keine der Sprachen so richtig kann. Danach hatte ich Kopfschmerzen, aber das war's mir wert.

An der Garderobe hat mich irgendein Mädchen angesprochen, ob ich von CouchSurfing sei (die hatten ebenfalls eine Valentinstagsveranstaltung organisiert, aber ich hatte mich dann stattdessen für den Film entschieden). Ich bin dann noch mit ihr und ihren Freundinnen zu diesem Treffen gegangen, es war aber nicht sooo super. Ich bin eben kein Partymensch; in solchen Klubs kann man außer trinken, rauchen und tanzen nicht viel machen, und keine dieser Tätigkeiten macht mir besonders viel Spaß.

Irgend so ein Typ hat dann vorgeschlagen, Karaoke singen zu gehen, und weil ich das noch nie gemacht hatte und mir das spannender vorkam als noch eine Stunde dort in der Gegend herum zu stehen, bin ich mitgekommen. Die Suche nach einer passenden Bar hat dann allerdings ebenfalls eine gute Stunde in Anspruch genommen... und dort haben wir auch nicht gesungen, weil kein Platz mehr war. Alles in allem recht enttäuschend, aber wie sagt man so schön? „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.“

Am Mittwoch stand wieder eine gesellschaftliche Aktion an: Unser neuer Freiwilliger aus Mexiko, P., kam mit seinem Vater in Sofia an. Sie wollen sich erst mal zwei Wochen lang den Balkan ansehen, ehe seine Arbeit hier beginnt. Bis Samstag waren sie hier, jetzt sind sie in Istanbul. Das Abholen an sich war etwas chaotisch, aber witzig: Erst hat P.s Vater einen Koffer im Flughafen stehen lassen (gut, dass wir nicht in London waren, sonst wären die Sachen wohl in die Luft gesprengt worden), sich dann lautstark darüber gewundert, wie die Menschen hier trotz der Kälte einfach so herumlaufen können, und schließlich hat der Taxifahrer uns 20 km für den Weg ins Zentrum berechnet (wobei es aber trotzdem nur ca. sechs Euro gekostet hat). Abends waren wir noch mit den beiden typisch bulgarisch essen – kann ich nur empfehlen.

Donnerstag hatten wir eine Skype-Konferenz zum Thema Fundraising; sehr interessant und lehrreich! Das könnte jetzt hilfreich werden, wo wir Spenden für unsere nächste Colored-Glasses-Schulung sammeln.

Am Wochenende war ich mit einer anderen deutschen Freiwilligen bei Starbucks und habe ansonsten nur herumgegammelt... und mein potentielles WG-Zimmer mittels der IKEA-Website eingerichtet. Das war alles. Ich müsste echt mal was mit meiner Mitbewohnerin unternehmen. Habt ihr Ideen?

Hier noch ein Foto von meinen Meerschweinchen (hab euch lieb!):



Alles Liebe,
eure Kathi

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