Dienstag, 26. Juli 2011

Ja! ja! ja!

Eben dies war der Betreff der E-Mail, die ich am Freitag bekommen habe. Und im ähnlich positiven Ton ging es weiter:
Hallo Katharina!
Gute Nachricht! Unser Projekt ist nun endlich offiziell genehmigt worden! Und wir hoffen sehr, dass du es dir noch nicht anders überlegt hast!
Natürlich habe ich das nicht... im Gegenteil! Ich freue mich total auf den Freiwilligendienst, auf mein Austauschjahr 2.0, auf YFU, auf meine Gastfamilie, auf Sofia, einfach auf Bulgarien. Das wird so toll!

Mehr - hoffentlich schon mit genauen Details zur Planung - gibt es nächste Woche. Jetzt bin ich erst mal mit meiner Familie im Urlaub an der Ostsee. Довиждане und bis bald!

Kathi 

Dienstag, 19. Juli 2011

Erste Schritte beim Bulgarisch Lernen

Здравейте, ihr Lieben!

Es ist wieder einmal Montag und damit Zeit für einen weiteren Post. Diesmal werde ich euch von meinen ersten Versuchen erzählen, Bulgarisch zu lernen.

Wie ich euch in meinem letzten Post erzählt habe, habe ich letzte Woche dieses Bulgarisch-Lernbuch bestellt. Am Dienstag war es da und ich habe es dann wieder zurück geschickt. Heute haben sie es zurück überwiesen. Danke für die schnelle Abwicklung, Amazon! Um die unausgesprochene Frage zu beantworten, warum ich es zurück geschickt habe:

"Der Kurs richtet sich an Einsteiger, die die bulgarische Sprache gerade erst für sich entdeckt haben sowie an Fortgeschrittene, die ihre Kenntnisse auffrischen und vertiefen möchten. Im Vordergrund steht in der Anfangsphase das Verstehen der bulgarischen Texte beim Lesen und Anhören (sog. 'passive Phase'). Mit Beginn der zweiten Kurshälfte, in der sogenannten 'aktiven Phase' (oder auch '2. Welle'), setzt ein aktives Sprechtraining ein, das eine solide Sprachkompetenz aufbaut."

Das ist nun doch nichts für mich... (vor allem, da ich festgestellt habe, dass das ohne CD eigentlich nichts bringt, ich keine CD habe und auch nicht weiß, wo ich eine kaufen kann). Ich stehe, wie ich festgestellt habe, doch eher auf die klassische Herangehensweise "Ich lerne erstmal, Hallo zu sagen und dann immer schwierigere Sachen".

Noch am gleichen Tag habe ich dann diesen Sprachkurs von PONS bestellt. Er ist ziemlich cool und war die sechs Euro mehr auf jeden Fall wert. Ich habe schon mal hinein geschaut und es scheint ziemlich cool zu sein. Es gibt eine sich fortsetzende Geschichte über eine Deutsche mit bulgarischer Mutter, die ein Praktikum in Sofia macht und sich verliebt etc. pp. Das finde ich gut - am besten lernt man eine neue Sprache sowieso über Telenovelas mit schlechten englischen Untertiteln. Es gibt Dialoge zum Hören und Mitsprechen und auch Übungen, bei denen man was schreiben soll... eigentlich ziemlich hilfreich. Mal sehen, wie weit ich damit komme.

Viele Grüße,
Kathi

P.S. Fällt jemandem eine bekannte bulgarische Version von "Katharina" oder "Kathi" ein? Nein? Na gut.

Dienstag, 12. Juli 2011

Wie alles begann...

Здравейте, liebe Mitleserinnen und Leser,

wie versprochen, erzähle ich euch in diesem Post, wie ich überhaupt zu meinem Freiwilligendienst in Bulgarien gekommen bin.

Eigentlich wollte ich nach dem Abitur schon immer direkt studieren, obwohl ich die Möglichkeit eines weiteren Auslandsaufenthalts natürlich in Betracht gezogen hatte. Im Februar, als ich zu einem Öffentlichkeitsarbeitsworkshop von YFU fuhr, wurde ich dann aber noch mal mit allem konfrontiert, was ich am Kulturaustausch liebe (bei der ÖA geht es schließlich darum, Leuten zu zeigen, wie toll das ist... wie man sieht, hat es geklappt) und mir wurde klar, dass ich es doch mit einem längeren Auslandsaufenthalt zwischen Abitur und Studium versuchen wollte.

Zuerst wollte ich ein längeres Praktikum in einer Rehaklinik oder einer ähnlichen Einrichtung in Großbritannien, Frankreich oder Belgien machen, aber das war, wie mir schnell klar wurde, nicht möglich, weil ich vor Beginn meines Studiums einfach noch nicht genug wissen würde, um für ein Sprachtherapiezentrum wirklich von Nutzen zu sein. Davon abgesehen würde ich kein Geld verdienen und müsste für Reise, Unterkunft und Verpflegung selbst aufkommen. Der Plan war also gestrichen.

Danach begann ich, mich doch noch mit der Idee eines FSJs anzufreunden. Früher dachte ich immer, Kinder zu bespaßen oder pflegebedürftige Alte zur Toilette zu begleiten, würde mir schnell langweilig, aber wie ich schnell herausfand, gbt es noch viele weitere Bereiche, in denen man arbeiten und dabei kreativ werden kann. Besonders interessierte ich mich für Osteuropa und die Arbeit mit Kindern und/oder Behinderten.

Da ich mit meinen Bewerbungen schon relativ spät dran war, schrieb ich so viele Organisationen wie möglich an. Der Bewerbungsmarathon begann. Ich fand heraus, dass ich idealerweise am Europäischen Freiwilligendienst teilnehmen sollte; andere Programm waren teuer, verlangten eine "persönliche Beziehung zu Jesus Christus" oder eine Bewerbung vor über zwei Monaten. Man braucht für den Europäischen Freiwilligendienst eine Entsendeorganisation aus dem eigenen Land und eine Aufnahmeorganisation im Zielland. Man kann in einer Datenbank der Europäischen Kommission nach Aufnahme- und Entsendeorganisationen suchen und das habe ich, als ich nach genau einer Woche eine potentielle Entsendeorganisation für Osteuropa hatte, dann auch getan. Es folgte ein weiterer Bewerbungsmarathon bei insgesamt 24 Aufnahmeprojekten, von denen sich leider nur neun zurückmeldeten (davon sieben mit Absagen und zwei mit Antworten à la "Jaaa... irgendwann suchen wir einen Bewerber aus... mal sehen.").

Unabhängig davon las ich im YFUpdate, dem wöchentlichen Newsletter unserer YFU-Landesgruppe, von der Möglichkeit, ein Praktikum bei YFU Flandern zu machen. Ganz klein darunter stand, dies sei auch im Rahmen des Europäischen Freiwilligendienstes möglich. SCORE! Sofort suchte ich in der o. g. Datenbank nach "Youth for Understanding" und fand u. a. Ausschreibungen von YFU Norwegen, YFU Bulgarien und dem Dachverband der europäischen YFU-Organisationen in Brüssel. Ich bewarb mich bei allen; YFU Norwegen, Schweden und der EEE in Brüssel sagten, sie hätten schon Freiwillige gefunden, aber YFU Bulgarien fand, und ich zitiere, "deine Motivation und Erfahrung sind sehr ueberzeugend", Zitat Ende.

Wir telefonierten also am nächsten Tag und fanden uns gegenseitig ganz überzeugend, aber ich hatte am nächsten Tag noch ein Vorstellungsgespräch bei Schüler Helfen Leben in Berlin und I. (die "Chefin" von YFU Bulgarien) sagte, ich solle das erst noch abwarten und mir die ganze Sache noch mal durch den Kopf gehen lassen. Na ja, ich fuhr dann zum Vorstellungsgespräch, das sich irgendwie als Zeitverschwendung herausstellte, weil ich für ein 45-minütiges Gespräch über sechs Stunden unterwegs war und das Gespräch nicht mal besonders gut lief (ich hätte mich möglicherweise vorbereiten sollen und über die Organisation und deren Projekte informieren sollen...). Am Ende wurde ich auch nicht genommen, aber an dem Abend habe ich schon eine E-Mail nach Bulgarien geschrieben, dass ich gerne bei ihnen arbeiten würde und wir demnächst doch mal einen telefonischen Handschlag machen sollten (das war Anfang April). Das haben wir dann auch gemacht - jetzt müssen wir nur noch abwarten, ob die EU uns das Projekt auch fördert... aber I. ist da ganz optimistisch, und wenn man bedenkt, dass die auch schon früher Freiwillige über den EFD da hatten, sollte das doch kein Problem sein. Richtig? Richtig.

Tja, das war's eigentlich... Ach ja, meine Entsendeorganisation! Deswegen habe ich ziemlich oft mit A. aus dem YFU-Deutschland-Büro telefoniert und jetzt wird es so ablaufen, dass YFU-Deutschland zum ersten Mal Entsendeorganisation für den Europäischen Freiwilligendienst wird und ich sozusagen ihr Versuchskaninchen bin. Yay!


So, das sollte es jetzt wirklich gewesen sein. Aber jetzt mal was anderes: Am Donnerstag habe ich ein Bulgarisch-Lernbuch bei Amazon gekauft und laut DHL sollte es morgen da sein. Dann habe ich mal wieder was zu lernen. Nochmals yay!

Viele Grüße,
Kathi

Dienstag, 5. Juli 2011

Добре дошли!

Offensichtlich habt ihr zu meinem Blog über meinen bevorstehenden Europäischen Freiwilligendienst in Bulgarien gefunden. Herzlich willkommen! In diesem Beitrag werde ich euch zunächst mal allgemein etwas über das Projekt und diesen Blog erzählen. (Außerdem will ich den Blog erstmal testen, bevor ich allzuviel schreibe.)

Ab diesem August werde ich ein knappes Jahr in Sofia, Bulgarien verbringen und in dieser Zeit bei YFU Bulgarien arbeiten - jedenfalls wenn die EU das Projekt finanziell fördert. Meine Hauptaufgabe werden die Colored-Glasses-Workshops in verschiedenen Schulen in ganz Bulgarien sein. Außerdem werde ich ÖA (Öffentlichkeitsarbeit) für YFU Bulgarien machen und z. B. Gastfamilien suchen. Meine Entsendeorganisation ist YFU Deutschland.

Wie ich genau dazu gekommen bin, ob und wenn ja, wie ihr so etwas auch machen könnt, und was denn dieser Europäische Freiwilligendienst eigentlich ist, erzähle ich euch in einem späteren Beitrag.

In diesem Blog werde ich bis zu meiner Abfahrt von meinen Vorbereitungen berichten - von meinen Fortschritten mit der bulgarischen Sprache, falls vorhanden, Korrespondenz mit meiner zukünftigen Gastfamilie, falls vorhanden, und so weiter. Sobald ich angekommen bin, werde ich natürlich auch regelmäßiger schreiben und von meinen Erlebnissen in България erzählen.

Ich hoffe, es gefällt euch hier und ihr lest fleißig mit.

Viele Grüße,
Kathi

P.S. Wenn ihr Fragen habt, schreibt einfach einen Kommentar, und ich werde mein Bestes tun, sie zu beantworten.